Bewusst Leben – Das Problem mit unseren Regenwäldern

Hallo du 🙂 Mir wurde in der letzten Zeit immer wieder bewusst, dass Unwissenheit eigentlich unser grösstes Problem ist. Oftmals ist man sich gar nicht bewusst, dass das was man tut, kauft oder sogar isst fatale Folgen für unsere Umwelt hat.

Diese Unwissenheit kann verschiedene Ursachen haben: Entweder du interessiert dich schlicht und einfach nicht dafür oder du leidest unter dem sogenannten “Information Overload”.  

Unter Information Overload in diesem Zusammenhang verstehe ich folgendes: Du suchst etwas im Internet und 100’000 Suchergebnisse werden dir angezeit. Ich weiss nicht wie es dir geht, aber ich frage mich oft, welche Quelle wirklich seriös ist und welche nicht.

Wie du sicherlich bereits gemerkt hast, basieren viele meiner Beiträge auf Zahlen und Fakten. Ich recherchiere oft stundenlang, lese die verschiedensten Studien und schaue mir regelmässig Dokumentationen an.

Wieso das ganze?

Nun ja, das hat verschiedene Gründe. Ich versuche mich stets gründlich über unsere Produkte und Alternativen zu informieren damit ich dir guten Gewissens etwas verkaufen kann! 🙂 Ausserdem ist das alles ja nicht nur meine "Arbeit", sondern im Prinzip auch mein Lebensstil. Ich benutze selber unsere Produkte und versuche so gut es geht auf unsere Umwelt zu achten. Dazu gehört ja logischerweise das Wissen, auf was ich achten muss.

Dazu kommt noch, dass ich gerne mehr Leute auf die Probleme aufmerksam machen möchte. Ein paar Zahlen & Fakten auf Lager zu haben schadet auch nicht, wenn ich mich mal wieder in einer Diskussion wiederfinde, in welcher es darum geht, ob es die Globale Erwärmung nun gibt oder nicht.

Das Ziel dieser Beitragsreihe

Ich habe vor mehrere Beiträge über verschiedene Probleme zu verfassen. Mein Ziel ist ganz einfach: Ich möchte das du diesen Beitrag liesst! Was du anschliessend mit den Informationen anfängst, ist deine Sache! Ich hoffe einfach, dass du dadurch vielleicht bewusster Leben möchtest. Also, los geht’s!

Unsere Regenwälder

Vielleicht hört sich “Unsere Regenwälder” für dich speziell an, da wir in der Schweiz ja relativ weit vom nächsten Regenwald entfernt sind. Aber Regenwälder sind für uns alle essentiell. Denn sie haben einen grossen Einfluss auf das globale Klima der Erde. Die Bäume und Pflanzen im Regenwald binden große Mengen an Kohlenstoff, indem sie CO2 aus der Luft aufnehmen.

Das Klima hat sich immer schon verändert. Es wurde immer schon wärmer und dann wieder kälter.

Zitat Nr. 1 -> Hast du sicher auch bereits gehört.

Manche Klimaskeptiker nennen die wechselvolle Klimageschichte als Grund, den Klimawandel nicht als Problem zu sehen.

Bei genauem Hinsehen lehrt die Klimageschichte aber das genaue Gegenteil: Das Klima der Erde war Milliarden von Jahren stabil genug, um Leben auf der Erde zu erhalten; andererseits gab es aber Klimaschwankungen, durch die das Leben wohl mehr als einmal auf der Kippe stand.

Warum dann also heute die Aufregung um einen Temperaturanstieg von “nur” einem Grad? Diesmal können die natürlichen Gründe wie Erdumlaufbahn, Neigung der Erdachse, Sonnenaktivität oder auch Naturkatastrophen diesen Temperaturanstieg nicht erklären. Der heutige Klimawandel ist von uns Menschen selbst verursacht. Das bedeutet: Er ist kein Schicksalsschlag, er wäre vermeidbar gewesen.

Quelle

Also wir wissen nun, dass die Regenwälder einen enormen Einfluss auf unser Klima haben. Dazu kommt noch, dass die Regenwälder für viele Tiere und Pflanzen die Lebensgrundlage bilden. In unseren Regenwäldern sind etwa 1,89 Millionen Tier- und Pflanzenarten bekannt. Was passiert also wenn unsere Regenwälder nach und nach verschwinden?

Gründe für Rodung

Damit wir Lösungen suchen können, müssen wir zu allererst das Problem verstehen. Jede Sekunde wird Regenwald in Grösse eines halben Fussballfeldes abgeholzt. Jetzt. Jetzt. Jetzt. Jeden Tag sterben ca. 100 Pflanzen-, Tier- und Insektenarten aus. Und wofür? 

Palmöl

Einer der bekanntesten Gründe ist wohl das Palmöl. Palmöl ist das weltweit am meisten verwendete Pflanzenöl. Heute steckt Palmöl in der Hälfte unserer Supermarktprodukte: In Lebensmitteln wie Margarine, Fertigprodukte, Pizza und Kekse. In Kosmetikartikeln, Waschmitteln und Kerzen.

Die Rodung setzt extrem viel Kohlenstoff frei. Die am Boden liegende Vegetation wird mit Bulldozern zusammengeschoben und oft abgefackelt.

Indonesien ist nach Brasilien das Land mit der größten Artenvielfalt. Hier leben zahlreiche bereits vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Orang-Utans brauchen zum Leben große zusammenhängende Waldflächen. Inzwischen finden wir in Freiheit lebende Orang-Utans nur noch auf den Inseln Borneo und Sumatra – insgesamt zwischen 50 – 60.000 Tiere.

Quelle

Woran erkenne ich Palmöl?

Seit Dezember 2014 müssen Hersteller auf ihren Verpackungen angeben, ob das Produkt Palmöl enthält. Doch oftmals versteckt sich Palmöl hinter unbekannten Begriffen.

Name Palmöl in Lebensmitteln

Palmöl, Palmfett, Palmkernöl, Pflanzliches Fett / Pflanzliches Öl, vegetabiles Fett

Name Palmöl in Kosmetika

Cetearyl / Cetyl, Lauryl / Lauroyl / Laurate, Palm / Palmate / Palmitate, Stearyl / Stearate

Ein paar Beispiele von Marken, welche Palmöl benutzen: Knorr Tütensuppe, Nestlé, Toffifee, Maggi-Produkte, Nutella, Nivea-Creme, Schwarzkopf, Labello, Haarspülungen von L’Oreal, Shampoos von Wella, Ariel, Persil etc. 

Quelle: Greenpeace München

Fleisch & Soja

Ich wollte dir eigentlich alle 6 Hauptursachen für die Rodung der Regenwälder vorstellen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass du dadurch diesen Beitrag niemals fertig lesen würdest, da er jetzt schon relativ lange ist. Ich habe mich daher für die Rodung durch die Fleisch- und Sojaproduktion entschieden.

Viele Menschen wollen sparen und kaufen Fleisch möglichst billig im Supermarkt. Doch den Preis dafür zahlen die Tiere und die Natur.

In Brasilien gibt es unglaublich viele Rinderfarmen, weil es dort einfach und billig ist, an Land zu kommen. Daher ist Brasilien schon seit 2005 der größte Exporteur von Rindfleisch weltweit. Doch um Platz für das Weideland zu schaffen, werden die Regenwälder gerodet. Mindestens 65% der neu gerodeten Flächen werden für Tierweiden abgeholzt. Eine Studie belegt, dass die Rinderzucht dort einen grossen Teil (18 %) zum weltweiten Ausstoss von Treibhausgasen und somit zur Klimaveränderung beiträgt. (Der lange Schatten der Viehwirtschaft)

Da weltweit immer mehr Fleisch gegessen wird, müssen immer mehr Tiere gefüttert werden. Soja eignet sich gut als Futtermittel, weil es sehr viel Eiweiß und Energie enthält. Um für die riesigen Soja-Felder Platz zu schaffen, wird die Artenvielfalt des Amazonasgebiets zerstört. In Brasilien wuchs im Jahr 2009 Soja auf einer Fläche so groß wie Großbritannien.

Der Anbau von Soja hat leider sehr viele negative Folgen. So verschwinden nicht nur die Wälder und mit ihnen die „grüne Lunge“ der Erde. Auch die Menschen, der Boden und die Gewässer rund um die Soja-Plantagen sind durch die Schädlingsbekämpfungsmittel betroffen. Diese Chemikalien vergiften Flüsse und Fische, und viele Menschen in der Umgebung werden krank.

Was können wir tun?

Ich werde dich hier nicht auffordern vegan oder vegetarisch zu leben. Das ist eine Entscheidung, welche jede und jeder für sich selber treffen muss. Meiner Meinung nach, ist ein bewusstes Leben ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Achte beim Einkauf darauf, keine Produkte mit Palmöl zu kaufen. Ich weiss, dass es nicht einfach ist im Geschäft alle Inhaltsstoffe durchzulesen. Mein Tipp: Gehe kurz mal deine Lebensmittel und Kosmetikprodukte durch. Du wirst ja wahrscheinlich auch gewisse Dinge haben, welche du immer wieder kaufst. Sollte Palmöl enthalten sein, kannst du bspw. im Online-Shop deines Supermarktes nach einem Alternativprodukt suchen (Die Inhaltsstoffe sind im Online-Shop fast immer angegeben).

Meide Produkte aus Massentierhaltungen und Südamerika. Bio-Fleisch ist teurer – Ja. Da gibt es kein Wenn und auch kein Aber. Genau jetzt während der Corona-Krise auf Bio-Fleisch zu wechseln ist für viele wahrscheinlich ein Hindernis. Ich frage mich allerdings, ist es notwendig jeden Tag Fleisch zu essen? Oftmals sogar mehrmals täglich? Eisen und Proteine kannst du auch durch andere Lebensmittel zu dir nehmen. Kaufe weniger – aber dafür richtig! Achte auf die Siegel und probiere mehr “fleischlose” Menü’s aus.

Ich hoffe du hast dir Zeit genommen alles zu lesen und denkstbeim nächsten Einkauf vielleicht an diesen Beitrag.

 

Danke!

 

Maria 🙂

Ein paar Produkte ohne Palmöl

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